Der
Fall Jerzy Popieluszko
(polnischer
katholischer Geistlicher, der vom polnischen
Staatssicherheitsdienst ermordet wurde)
Drei Offiziere des polnischen Staatssicherheitsdienstes entführten ihn am 19. Oktober 1984. Sie schlugen ihn mit Holzknüppeln zusammen, banden Steine an seine Füße und ertränkten ihn im Weichsel-Stausee bei Wloclawek, wo er am 30. Oktober gefunden wurde.
Die Täter wurden entdeckt, da der Fahrer des Priesters fliehen konnte und sich das Autokennzeichen gemerkt hatte. Die Regierung von General Wojciech Jaruzelski handelte ansichts einer aufgebrachten Öffentlichkeit und ließ den Tätern den Prozess machen. Jedoch erklärten die Richter damals, Hintermänner habe es keine gegeben. Erst im Jahr 2004 wurden Dokumente veröffentlicht, nach denen Jaruzelski bereits 1984 seinen Innenminister Miros law Milewski als Drahtzieher verdächtigte, der sich jedoch auf den mächtigen russischen Geheimdienst KGB stützen konnte.
Jerzy
Popieluszko