opfer

Desaparecidos


ist ein spanischer Begriff für „Die Verschwundenen“. Es steht in Mittel- und Südamerika als Synonym für Menschen, die von Sicherheitskräften verhaftet, verschleppt und ermordet wurden. Der Begriff entstand vor allem in der Zeit der Militärdiktaturen der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts.


Angehörige erfuhren in der Regel nichts mehr über das Verbleiben ihrer Lieben. In einigen Fällen wurde ihnen mitgeteilt, dass die Person bei der Flucht oder in angeblichen Gefechten mit Rebellen erschossen wurden. In den meisten Fällen aber sind sie angeblich in der Gefangenschaft an Krankheiten gestorben oder es gab überhaupt keine Erklärung seitens offizieller Stellen.


Wenn man energischer nachfragte, konnte man ganz schnell selber über Nacht für immer verschwinden. Die Beteiligten bzw. leitenden Personen wurden so gut wie kaum zur Verantwortung gezogen.


Allerdings geschah dies nicht nur in Lateinamerika, sondern auch in allen anderen Teilen der Welt. Ganz besonders in Afrika sowie in den kommunistischen und stark religiösenLändern.


Mitverantwortlich sind aber auch Staaten wie die USA, Großbritannien, Israel und die ehemaligen kommunistischen Länder. Sie unterstützten die Diktaturen für ihre eigenen Interessen.Insbesondere die USA und die ehemalige Sowjetunion haben dabei eine ganz schwarze Weste. So wurden die Taliban in Afghanistan, die Militärdiktaturen in Lateinamerika offiziell und geheim von der USA unterstützt, um kommunistische Gefahren zu verhindern und das obwohl man in Washington genau wusste wie man mit Regimegegnern umging. Die UdSSR tat gleiches mit Rebellen um eine Amerikanisierung zu verhindern. Menschen – geopfert im Namen des kalten Krieges, eine Abscheulichkeit von der angeblich höchsten existierenden Lebensform. Ein Zeichen dafür das sowohl das eine wie auch das andere System nicht viel taugt. Ein Leben zählt halt nicht viel.


Auf den folgenden Seiten will ich an Hand einiger Beispiele zeigen was mit Desaparecidos passierte. Ich protestiere damit gegen jede Form menschlicher Gewalt, ob Mord, Folter oder Todesstrafe. Ein gewichtiger Grund auch für mich Mitglied bei Amnesty International zu werden.



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