nachgedacht

 

Nachgedacht


Wo nach leben wir eigentlich ? Wir wünschen uns Liebe, Familie; Arbeit, Haus usw., in welchem Umfang und wo ist die Zufriedenheit? Letztendlich wird es sie nicht geben, die Zufriedenheit. Gesellschaftssysteme wie der Kommunismus versuchten es durchzusetzen ohne Erfolg.


Schauen wir uns mal an. Wir wollen den neusten Fernseher. Ein neueres Auto, bevor es von selbst in die ewigen Jagdgründe des Automobilhimmels übergeht (es sei man hat das Geld nicht). Ach ja und das Haus muss nicht unbedingt gleich von Andy Warhol und Roy Lichtenstein gestaltet sein aber den tollsten Look soll es schon haben. kurz um gesagt wenn wir könnten wie wir wollten würden wir unser ganzes Leben frei dem olympischen Gedanken höher; weiter; schneller; gestalten.


Nun ja es ist aber die Geschichte der Evolution des Menschen sich weiter zu entwickeln nur leider vergisst er oft die anderen um sich rum. Jene die auf Grund von Bildung, Krankheit oder Stand nicht diese Möglichkeiten besitzen. Sicherlich zu Weihnachten denken wir schon an sie und spenden für sie (hat irgendwie den Beigeschmack eines Lösegeldes für das schlechte Gewissen). Man muss nun nicht gleich auf die Straße rennen und dem nähst besten bedürftigen Menschen eine Decke um den Hals werfen (der aus Ungläubigkeit einer solchen Tat, glaubt Gott verhöhnt ihn nun vollends). Bedauern oder Mitleid ist genauso fehl am Platz wie Ignoranz. Ein Anfang wäre es schon diese Menschen zu achten, den auch sie sind Persönlichkeiten, und mal öfters sie beachten als nur zu Weihnachten.


Dieses wird aber schwer sein weil die meisten Menschen nur mit sich selbst beschäftigt sind. Egoismus ist zum Leitfaden der meisten Menschen geworden. Eine kalte Gesellschaft die wohl eines Tages dort endet, dass man sich nur verliebt wenn man vor einem Spiegel steht.

(17.07.2006); Copyright by Thoralf Bullmann

 

 

Wie ist das, wenn man auf das bisherige Leben zurückblickt? Mit größter Wahrscheinlichkeit kommt man zur Feststellung, es hätte besser sei sollen. Nun wo liegt der Punkt der Zufriedenheit? Mit Sicherheit werden die meisten sagen: „Nicht viel, nur etwas Glück in der Liebe, Erfolg im Beruf, Familie na und Gesundheit natürlich. Na ja wenn eins nicht erfüllt ist haut es mich auch nicht um.“. Da ist was dran. Nun ja was ist aber wenn mehrere oder gar alle der Wünsche sich nicht erfüllen?


Was ist wenn man mit 25 Jahren einen Herzinfarkt erleidet? Wenn man seine große Liebe schon mit 19 am Grab beweinen muss und in weiteren Partnerschaften nur Enttäuschungen erlebt? Was wenn man bedingt durch die Krankheit aus dem Berufsleben geworfen wird? Was wenn dann noch weitere zusätzliche Schicksalsschlägeihn treffen? Eine GroßverbraucherpackungRattengift bestellen?


Ja ich rede über mich und könnte den leisen Zweifler anbringen, dass mein Leben perfekt wäre. Allerdings stellt sich für mich die Rattengiftlösung nicht, einmal schon zwischen Leben und Tod zu schweben reicht. Aber wie soll man sich Mut machen. Mit solch lapidaren Sätzen wie „ Es gibt welche den geht es noch schlechter.“? Stimmt schon es gibt sie, nur tröstet einen diese Phrase nicht wirklich wenn man so dran ist.


Fangen wir mal an was man machen könnte:

  1. Hobbys nach gehen und ausleben.
    Antwort:Das mache ich schon, soweit es die finanzielle Situation es zulässt.

  2. In Selbsthilfegruppen gehen
    Antwort: Ich bin in einer, baut nicht wirklich auf wenn da alle nur sich selbst bemitleiden

  3. Sich vor Augen führen, dass es schlimmer sein könnte?
    Antwort: DAS will ich mir erst
    gar nicht vorstellen.


Ich fasse es mal so zusammen: Es ist schwer das Licht zusehen wenn der Streichholz nass geworden ist.


Das schlimme an einer Depression ist, selbst wenn man sich sagt: „positiv denken“, das im Kopf das sprichwörtliche englische Wetter herrscht. Nein ich gebe mich nicht auf, in dem ich das hier schreibe setze ich mich ja auch damit auseinander. Ich suche Herausforderungen. So zum Beispiel habe ich angefangen, meine alte Schulklasse zu einem Treffen zusammen zu trommeln. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht selbst zum Treffen gehen werde, weil ich Angst davor habe nach der Veranstaltung mich mies zu fühlen. Wie sagte schon Robert Stevenson (“Die Schatzinsel“): Unsere Aufgabe im Leben ist es nicht, Erfolg zu haben, sondern unsere Mißerfolge guten Mutes zu ertragen.


 Copyright byThoralf Bullmann 21.07.2006



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